Die Sonne – Deine Geheimwaffe für Sport und Studium

1927 hat der Deutsche Schwimm-Verband e.V. seine Athleten auf die Sonnenbank geschickt, um ihre Leistung zu steigern … zum Unmut anderer Verbände, die das als unsportliches Verhalten ansahen.

Heute ist die Bestrahlung von Sportlern gang und gäbe, denn in der Tat kann eine UV-Bestrahlung zu Leistungssteigerungen führen.

Die Sonne und Vitamin D

Der Körper produziert Vitamin D wenn Licht mit der Stärke Stufe 3 oder höher auf dem UV-Index mit cholesterinhaltigen Ölen auf der Haut reagiert. Für Leser in gemäßigten Zonen ist das im Frühling und Sommer. In den Tropen kann man dagegen zu jeder Jahreszeit seine tägliche Dosis Vitamin D bekommen. Weil es länger dauert, bis die Öle auf der Haut umgewandelt werden, sollte man sich nicht gleich nach dem Sonnenbaden duschen, sondern lieber eine Stunde warten.

Und die Sonne hat es in sich. Ganze 10.000 – 50.000 Internationale Einheiten (IE)/250 µg Vitamin D produziert der Körper in lediglich 20 bis 30 Minuten mittäglicher Sommersonne, wobei der Schnitt von allen Studien bei ca. 20.000 IE liegt. Umso dunkler die Haut, desto länger braucht man. Sehr dunkle Hauttypen brauchen ungefähr 6x so lange, um die gleiche Menge zu produzieren. Natürlich sollte man aber trotz dieser kurzen Zeit aufpassen, keinen Sonnenbrand zu bekommen. Interessanterweise produziert der Körper durch Sonneneinstrahlung nicht unendlich weiter Vitamin D. Ab der individuellen Maximaldosis zerfällt weiter entstehendes Vitamin D, sodass man durch die Sonne niemals eine Überdosis an Vitamin D bekommen kann.

Das Vitamin D Council empfiehlt für einen gesunden Erwachsenen 5.000 IE, sagt aber auch, dass das ein konservativer Wert ist. Ältere Empfehlungen in Deutschland und den USA liegen noch bei jämmerlichen 200-500 IE. Mehr zur Frage wieviel Vitamin D habe ich hier geschrieben.

Bedenkt man, dass  die meisten Menschen nicht viel von der Sonne sehen und kaum Leber oder Fischfett essen, beides Lebensmittel, die reich an Vitamin D sind,  ist es kein Wunder, dass ein Mangel an Vitamin D in der Bevölkerung wohl die Regel ist.

Daher führt auch die Bestrahlung mit UV-Licht zu Leistungssteigerungen bei Athleten. Ob das unsportlich ist, ist eine andere Frage. Ich meine nicht.

Fest steht, dass Du in den Sommermonaten raus in die Sonne solltest. In den Wintermonaten ist es wichtig, genug Vitamin D über Deine Ernährung zu Dir zu nehmen. Lebertran ist hier sehr gut, ein Teelöffel am Tag gibt Dir nicht nur Vitamin D, sondern auch Vitamin A und die sehr wichtigen Omega-3-Fettsäuren.

Wieso Vitamin D?

Wir haben viel über Vitamin D und die Sonne gesprochen, aber nicht darüber, wozu Vitamin D noch alles dient. Dabei ist ein Mangel an Vitamin D neben einer verminderten körperlichen und kognitiven Leistung auch impliziert bei:

  • höheren Krebsraten,
  • Diabetes (Zucker),
  • verschiedenen Autoimmunkrankheiten (wie z. B. Multiple Sklerose, Morbus Crohn, Systemischer Lupus erythematodes),
  • Infektionskrankheiten,
  • Bluthochdruck,
  • Osteoporose,
  • Blutkreislaufproblemen und
  • einer allgemein erhöhten Sterblichkeit.

Wo haben wir das her?

Zusammenfassung

  • Vitamin D-Mangel ist weit verbreitet.
  • Vitamin D-Mangel ist in vielen Krankheiten impliziert. Es führt auch zu einer verminderten Leistungsfähigkeit.
  • Der Körper produziert zwischen 10.000-50.000 IE Vitamin D am Tag bei ausreichendem Sonnenlicht.
  • In gemäßigten Zonen solltest Du im Winter und Herbst unbedingt Vitamin D über Deine Ernährung (Lebertran) oder durch Ergänzungsmittel zu Dir nehmen … und im Sommer und Frühling genug Sonnenlicht abbekommen!

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