Gurgeln für die Gesundheit

Der Winter naht und für viele heißt das die Zeit der Erkältungen. Fast jeder hat seine eigenen Hausmittelchen, um dem Schnupfen vorzubeugen. Doch was wirkt wirklich? Über einen Artikel in der New York Times bin ich auf einer japanischen Studie aufmerksam geworden, die die Effektivität des Gurgelns (welch ein nettes Wort!) als Vorbeugung gegen Erkältungen untersucht hat.

Die 60-tägige Studie umfasste fast 400 Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 65. Am Ende hatte die Gruppe, die mindestens 3x täglich mit Wasser gegurgelt hat, 40% weniger Atemwegserkrankungen, als die Kontrollgruppe, die nicht gurgelte. Ein erstaunliches Ergebnis! Die Gurgelgruppe berichtete zudem, dass das Gurgeln im Falle einer Erkrankung Symptome linderte.

Ich würde gerne wissen, ob das Gurgeln mit Salzwasser wegen seiner antimikrobiellen Eigenschaften eine bessere Wirkung erzielt hätte. In der Studie gurgelte eine Gruppe mit einer Povidon-Iod-Lösung, aber die Effektivität war überraschenderweise weit niedriger als bei den Wassergurglern. Das wundert mich. Eine Erklärung wäre, dass die Povidon-Iod-Lösung auch die „guten“ Bakterien tötete, während das Gurgeln mit Wasser diese in ihrem Kampf gegen pathogene Bakterien unterstützte. Hat jemand eine andere?

Nun, jedenfalls beim Lindern von Halsschmerzen könnte Salzwasser gut die Nase vorn haben, weil das Salz Flüssigkeit aus dem Halsgewebe zieht und dadurch die Schwellung mindert. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Im Falle einer Erkältung löse ich zum Gurgeln rund 1 Esslöffel pro Glas in warmes Wasser. Zum einen löst sich das Salz viel einfacher in warmes Wasser, zum anderen ist es für den Hals angenehmer als kaltes Wasser. Ich versuche auch möglichst lange und tief zu gurgeln.

Fazit: Als vorbeugende Maßnahme hilft das Gurgeln mit Wasser; als lindernde Maßnahme hilft das Gurgeln mit Salzwasser!

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