Natur macht klüger

Mycobacterium vaccae ist ein Bakterium, das in der Erde lebt. Einfach dadurch, dass man Zeit in der Natur verbringt, gelangt es in den Körper, z.B. weil es eingeatmet wird.

Das erstaunliche daran ist, dass M. vaccae die Bildung neuer Neuronen im Gehirn fördert, wodurch vermehrt Serotonin ausgeschüttet wird. Unter anderem dient Serotonin dazu, Angstgefühle zu mindern. Dass M. vaccae in der Hinsicht als Antidepressivum wirkt, ist schon länger bekannt.

Serotonin spielt jedoch auch eine Rolle beim Lernen. Eine neue Studie hat gezeigt, dass M. vaccae als Aufputschmittel für das Gehirn angesehen werden kann. Mäuse, die lebende M. vaccae verfüttert bekamen, lösten ein Labyrinth wiederholt doppelt so schnell wie die Kontrollgruppe, die kein M. vaccae bekamen. Die Wirkung hielt vier Wochen nach der letzten Fütterung an.

Die Forscher spekulieren, dass Schulen Aufenthalte in der freien Natur in den Studenplan aufnehmen, um dadurch das Lernen zu fördern und etwaige Angstzustände zu lindern.

Ich frage mich, ob der Mensch daher von Natur aus die Gerüche des Waldes und allgemein der erdigen Natur als angenehm empfindet. Es wäre jedenfalls ein evolutionärer Vorteil.

Wo haben wir das her?

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