Zuckerentzug – ein Versuch und deren Folgen

Sachverhalt: Mein Bekannter P., ein sehr gesunder Rohkostler, ernährt sich von Fisch, Fleisch, Eiern, Nüssen, Rohmilchkäse, Gemüse und Früchten. Sein Fruktosekonsum liegt sicherlich oft um die 100g am Tag, weil er als Knabberei große Mengen getrocknete Datteln zusammen mit Walnüssen (köstlich!), aber auch Äpfel, Bananen, getrocknete Mangoscheiben und andere Früchte isst.

Ziel: Wir wollen feststellen, ob er irgendwelche Anzeichen einer Zuckerabhängigkeit zeigt.

Experiment: Zwei Wochen lang soll er sich fruktosefrei ernähren. Früchte und Honig stehen nicht mehr auf dem Speiseplan.

Ergebnis: Am ersten Tag merkt er nichts, aber in den Tagen danach fühlt er sich schwach und permanent hungrig. Sein Körper ist weitaus mehr Kohlenhydrate gewohnt; ohne den Zucker nimmt er auch weniger Kalorien zu sich als sonst. Karotten und anderes leicht süßes Gemüse wie Zwiebeln schmecken viel süßer als sonst. Das Verlangen nach Früchten wird immer stärker, erst gegen Ende der zwei Wochen nimmt es ab. Was das Bedürfnis nach Süßem stillt sind fettreiche Lebensmittel wie indisches Ghee (ähnlich dem Butterschmalz).

Fazit: Zuckerabhängigkeit ist nicht nur durch Plätzchen, Cola und ähnliches möglich, sondern auch durch Früchte.

Übrigens: Nach den zwei Wochen, als P. wieder anfing, Früchte zu essen, merkte er, dass er weniger Früchte aß (unabhängig davon, dass er sowieso weniger Früchte essen wollte). Er musste nicht extra aufpassen, die meisten Früchte schmeckten einfach zu süß. Mittlerweile ist er oft sogar ketogen!

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