Glückliche Hühner, gesunde Eier

Bild von Vmenkov: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:E0172-Bruthen-Free-range-eggs.jpg

Glückliche Hühner legen gesündere Eier. Das ist das Ergebnis von Studien, die Mother Earth News durchgeführt hat.

Eier von Hühnern, die auf Wiesen und Weiden ihr Futter zum Großteil selber suchen, also artgerecht gehalten werden, haben einen weitaus höheren Nährwert als Eier ihrer traurigen Artverwandten in Legebatterien.

Das kommt daher, weil Weidehühner neben Samen und Körnern auch frische Pflanzen, Insekten, Würmer und Schnecken essen. Gestresste Fabrikhühner bekommen in der Regel lediglich eine Mixtur aus Getreide-/Sojaschrot plus etwas Pflanzenöl, im Grunde also das Fast-Food der Tierwelt.

Pro 100 g haben Weideeier
• 2⁄3 mehr Vitamin A
→ 792 IE im Vergleich zu 487 IE
• 2 x mehr Omega-3-Fettsäuren
→ 0,66 g im Vergleich zu 0,22 g
• 3 x mehr Vitamin E
→ 3,73 mg im Vergleich zu 1 mg
• 4 bis 6 x mehr Vitamin D
→ 136-204 IE im Vergleich zu 34 IE
• 7 x mehr Beta-Carotin
→ 79 mcg im Vergleich zu 10 mcg
• 1⁄3 weniger Cholesterin
→ 277 mg im Vergleich zu 423 mg
• 1⁄4 weniger gesättige Fettsäuren
→ 2,4 g im Vergleich zu 3,1 g

Was ist denn mit Eiern aus Freilandhaltung?

Freilandhaltung im Sinne des Gesetzes bedeutet, das pro Huhn mindestens 4 m2 Freiland zur Verfügung stehen müssen. Nicht sehr viel, aber doch Welten besser als die herkömmliche Käfighaltung. Leider wird den Tieren bei so wenig Freiland nicht die Möglichkeit gegeben, sich auch von frischen Pflanzen oder von Tierischem wie Insekten oder Würmern zu ernähren. Daher wird der Nährwert der Eier von solchen Hühnern nicht so hoch sein, wie der von den Hühnern, die beim Nachbarn Schmidt im Garten rumscharren und massig Platz haben. Gemäß Joel Salatin braucht ein einziges Huhn bei einer artgerechten Weidehaltung 16 m2 Freilauf. (Siehe dazu The Vegetarian Myth, S. 5.)

Trotzdem: Freiland-Hühner sind jedenfalls glücklicher als Käfig-Hühner und ich bin mir sicher, dass sich das auch auf die Qualität der Eier auswirkt.

Wo haben wir das her?

Zusammenfassung

  • Ei ist nicht gleich Ei – die Qualität des Eies hängt von der Ernährung des Huhns ab.
  • Am besten sind Eier von Hühnern, die einen Großteil ihrer Ernährung artgerecht suchen können.

2 Kommentare:

  1. Hallo – sag‘, hast du zufällig gefunden, wo Stephen die konkreten für Vitamin D her hat? Ich hatte mich damals schon gewundert weil ich ads auf Mother Earth News nicht finden konnte. Da stand immer nur „4-6 fach“. Hast du die Quelle?

    • Hallo Felix,

      das weiß ich nicht, aber weil ich ebenfalls die Daten nicht blind übernehmen wollte, habe ich die Werte für herkömmliche Eier in Nährstoff-Datenbanken (z.B. http://www.nal.usda.gov/fnic/foodcomp/search/ – Datenbank der USDA) nachgeprüft. Die Angaben schwanken natürlich leicht, sind aber im Rahmen des Normalen. Hat man den Vitamin D-Wert eines normalen Eis, kann man leicht hochrechnen, wie der Wert eines Weideeis ist. Stephan wird vermutlich auch so vorgegangen sein.

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