Gastbeitrag: Die gesunden „Chips der Neuzeit“ – Trockenobst einfach selbst gemacht


Der folgende Beitrag ist ein Gastbeitrag. Mehr über die Autorin findet Ihr am Ende des Beitrags.

Wir haben selbst schon Trockenobst und Gemüsechips gemacht, allerdings im Backofen. Ein Dörrgerät hätten wir schon gerne – mit manchen kann man auch Fleisch und Fisch dörren: Ebenfalls super leckere und auch gesunde Snacks!


Früher wurde Dörrobst hauptsächlich in den Wintermonaten, speziell zu Weihnachten und in der Adventszeit, gegessen. Heute verzehren gesundheitsbewusste Menschen diese Köstlichkeit das ganze Jahr über, da die handlichen Snacks viel zu bieten haben. Aufgrund ihres natürlichen Trauben- und Fruchtzuckergehaltes schmecken sie süß und stillen, wenn sie in kleinen Mengen genossen werden, den Heißhunger auf Süßigkeiten.

Dörrobst statt Schokolade

Wer auf seine schlanke Linie achtet und dennoch naschen möchte, sollte zu Trockenfrüchten greifen. Sie sind eine tolle Alternative zu herkömmlichen Naschereien und bieten gegenüber Süßigkeiten einige Vorzüge: Zum einen enthält Dörrobst mit rund 250 Kilokalorien pro 100 Gramm nur rund halb so viele Kalorien wie Schokolade, zum Anderen stecken in ihm zahlreiche Ballaststoffe, welche lang anhaltend sättigen. Da den Früchten die Feuchtigkeit entzogen wurde, enthalten sie mehr Mineralstoffe, wie beispielsweise Magnesium und Kalium, als frisches Obst. Dennoch sollte Dörrobst nur in Maßen genossen werden, da die Früchte zu 50 bis 70 Prozent aus Fruchtzucker bestehen und somit eine hohe Energiedichte aufweisen.

Wie gesund ist Dörrobst in Rohkostqualität?

Getrocknete Früchte haben genau wie frisches Obst einen niedrigen glykämischen Index. Somit haben sie einen großen Einfluss darauf, Stoffwechselerkrankungen vorzubeugen. Weiterhin ist Dörrobst eine der besten Quellen für Kalium, Kalzium sowie Magnesium und besitzt die gleiche Mineralstoff- und Vitaminzusammensetzung wie frisches Obst. Dies ist jedoch nur der Fall, wenn bei höchstens 38°C gedörrt wurde, denn bei höheren Temperaturen werden viele wichtige Vitamine zerstört. Dazu ist Trockenobst reich an bioaktiven Phenolen, die vor Herzerkrankungen schützen und es liefert wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Auch der hohe Anteil an Ballaststoffen sollte in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden, bringen diese doch den Darm wieder richtig in Schwung.

Leckere Trockenfrüchte einfach selbst herstellen

Beim Dörrobst stehen Zwetschgen, Pflaumen, Birnen, Äpfel und Weintrauben ganz oben auf der Beliebtheitsskala gesundheitsbewusster Menschen. Aber auch rote Beeren, wie beispielsweise Hagebutte, Berberitze und Cranberrys, sowie Aprikosen, Pfirsiche, Kirschen, Kiwis und Erdbeeren eignen sich wunderbar zum Trocknen. Wer es lieber etwas exotischer mag, kann Kokosnüsse, Mangos, Ananas, Papayas oder Bananen in getrockneter Form kulinarisch testen. Bei der Auswahl der Früchte sollte jedoch unbedingt darauf geachtet werden, dass diese reif und möglichst makellos sind.

Bevor es ans Trocknen geht, muss das Obst geschält sowie das Kerngehäuse entfernt werden. Birnen und Äpfel sollten in sehr dünne Scheiben geschnitten werden, damit diese schnellstmöglich trocknen können. Damit die Trockenzeit der einzelnen Stücke nicht zu verschieden ausfällt, sollten sie in etwa die gleiche Stärke haben. Super geeignet ist dafür die Verwendung eines Küchenhobels. Bei hellem Obst bietet es sich zudem an, es in verdünnten Zitronensaft zu tauchen, um Verfärbungen entgegenzuwirken. Wichtig ist es, den Früchten schnell Feuchtigkeit zu entziehen, bevor sie die Chance bekommen, zu faulen. Professionelle Dörrautomaten bieten sich hier besonders an, da sie einfach in der Handhabung sind und die Früchte auf einem oder mehreren Ablagegittern schnell, energiesparend und unkompliziert trocknen. Dazu werden die vorbereiteten Zutaten locker nebeneinander auf die Ablagegitter verteilt, sodass diese sich nicht berühren.

Vorzüge eines Dörrautomaten

In diesen Apparaten können sowohl Gemüse, Früchte, Pilze als auch Kräuter getrocknet werden, weshalb sie sehr vielseitig einsetzbar sind. Gegenüber anderen Dörrmethoden haben professionelle Geräte den Vorteil, dass die Früchte auf mehrere Einschübe verteilt werden können und der Trocknungsprozess nicht ständig beaufsichtigt werden muss. Darüber hinaus verfügen sie, je nach Modell, über eine Temperaturvorwahl sowie Zeitschaltuhr. Da bei diesen Geräten die Hitze während des Trocknungsprozesses regelbar ist, konzentrieren sich die Geschmacksaromen und Mineralstoffe sowie Vitamine bleiben weitgehend erhalten. Auch ist der Stromverbrauch gegenüber dem Backofen weitaus geringer. Beim Dörren mit einem Dörrautomaten sollte zudem auf eine ausreichende Belüftung im Raum geachtet werden, da zum Teil sehr starke Aromen entstehen.

Ist das Obst dann erst einmal gedörrt, möchte man natürlich nicht alles auf einmal essen müssen, sondern gern auch noch etwas lagern. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass das Dörrobst in möglichst luftdicht abgeschlossenen Gefäßen wie zum Beispiel Schraubgläsern aufbewahrt sind, da sich sonst leider sehr schnell Schimmel bilden kann.

Bildmaterial: © Green Power Chiemgau


Autorenprofil: Nicole Gajetzki ist für Green Power Chiemgau in der Redaktion tätig. Gesunde Ernährung, veganer Lebensstil und Raw Food zählen zu den bevorzugten Themengebieten.

 

2 Kommentare:

  1. Eine coole Idee- Dörrobst selber zu machen. Da ich auch ein absoluter Fan von selbst hergestellten Lebensmitteln bin- da weiß man einfach genau, was drin ist.
    Also muss ich mir die Anschaffung eines Dörrautomaten vielleicht doch nochmal durch den Kopf gehen lassen.
    Viele Grüße, Julia

  2. Hey Klasse ! Ich liebe getrocknetes Obst und musste es bisher immer fertig kaufen da mir vorher nicht bewusst war das man es auch selber machen kann. Was ich mir jetzt aufreden fall kaufen werden ist einen Dörrautomaten ^^
    Vielen lieben dank für diesen Beitrag 🙂

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